Chinas Digital­wirtschaft und die Bedeutung des Kunden­zugangs

Für Händler und Technologieunternehmen sind Alibaba, Tencent und Baidu heute keine chinesischen Dörfer mehr, sondern ernstzunehmende Konkurrenten. Doch was zeichnet die Geschäftsmodelle in Chinas Digitalwirtschaft aus, außer dass sie hunderte Millionen Nutzer zählen? Es lässt sich die Hypothese aufstellen, die in ähnlicher Form sicher auch für den nicht-chinesischen Markt gilt: Zugang zu Kunden (Käufer und Verkäufer) ist die Ressource, über die sich digitale Geschäftsmodelle immer stärker finanzieren (d.h. nicht mehr über den besseren Einkauf, den niedrigeren Preis, ursprüngliche Marktposition, etc.).

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Führt Online­handel zu einer Erhöhung des Energie­verbrauchs?

Nicht erst seit der hohen Schadstoffbelastung in deutschen Innenstädten ist klar, dass unser verändertes Konsumverhalten die Umwelt und den Menschen belastet. Ein Treiber, der in diesem Kontext häufig genannt wird, ist der Onlinehandel. Die öffentliche Debatte vermutet hier besonders eine Mehrbelastung durch zusätzliche Lieferfahrten. Die Statistiken scheinen dem Recht zu geben: in Deutschland zum Beispiel immer mehr Pakete verschickt und geliefert, wie etwa eine Prognose der Post zeigt. Doch trägt der Onlinehandel tatsächlich zu einer Erhöhung des gesamten Energieverbrauches eines Landes bei?

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Marken in Zeiten des Mehrkanal­handels

Die Struktur des Handels hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Sowohl auf der Vertriebs- als auch auf der Werbeseite besteht eine größere Vielfalt der Mittel, wodurch sich das Kräfteverhältnis zwischen den teilnehmenden Akteuren verschiebt – dies hat Auswirkungen auf bestehende und neue Marken. Unter den Stichworten „Komplexität“ und „Vielfalt“ lassen sich fünf strukturelle Veränderungen verdeutlichen, die die Markenführung beeinflussen.

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Profitabilitäts­risiko Plattformen

Die Marktdynamik erschwert die Profitabilität von Plattformen. Anfänglichen Hoffnungen auf schnelles Wachstum folgt häufig die Ernüchterung durch den Eintritt von Konkurrenten. Am Beispiel von Lieferplattformen kann man den daraus resultierenden Marketingwettstreit deutlich sehen. Ist es vor diesem Wettbewerbsdruck für eine Plattform überhaupt möglich, profitabel zu werden oder stellen sie ein einziges Profitabilitätsrisiko dar?

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Was sind Plattformen?

Der Begriff der „Plattform“ ist im Umfeld der Digitalwirtschaft in aller Munde. Sucht man auf einschlägigen Webseiten, gehen die Artikel in die Tausende (z.B. Gründerszene: 4049, Stand: 29.05.2017). Und es ist kein Wunder, dass fast jedes neue elektronische Geschäftsmodell eine Plattform für etwas sein möchte, was von Autoteilen bis zum Zahnarzttermin reicht, wenn so namhafte Publikationen wie die Harvard Business Review die „Macht der Plattformen“ beschwören.

Dieser Diskussionsbeitrag möchte klären, was sich hinter dem ominösen Begriff „Plattform“ verbirgt. Wie unterscheiden sich Plattformen von anderen Handelsformen? Was unterscheidet „echte“ von „unechten“ Plattformen?

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Omni-Channel im deutschen Handel

Das Thema Omni-Channel treibt den deutschen Handel um: nicht nur als Schlagwort für die Nutzung einer Vielzahl von Verkaufskanälen, sondern auch in seiner Umsetzung. Drei Entwicklungen fallen in diesem Zusammenhang besonders auf:

  1. die allgemein voranschreitende Integration der Verkaufskanäle,
  2. die Hinwendung der Online-Händler zu stationären Konzepten, und
  3. die Einbindung der Angebote stationärer Händler in Online-Verkaufsplattformen.

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Digitalisierung des Handels – vom Differenzie­rungs­merkmal zur Voraussetzung

Vor dem Hintergrund des rasanten Aufstiegs von Onlinehändlern von Amazon bis Zalando ist eine Veränderung der Handelslandschaft offensichtlich. Doch sind die Auswirkungen der Digitalisierung des Handels so revolutionär, dass sie zum Untergang ganzer Formate, wie dem stationären Handel führen wird?

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„Stationär ist nicht tot. Aber stationär wird anders“

Interview im Handelsjournal

„Die Leipziger Handelsexperten Manfred Kirchgeorg und Erik Maier über Onlinestrategien, die soziale Komponente des Einkaufs und die Frage, wie sich Trägheit überwinden lässt.“

„Maier: Onlineverweigerung ist keine Option. Stationärer Handel, selbst wenn er stark vom Standort lebt, benötigt zumindest eine Webseite mit Öffnungszeiten und ein Google-Profil, damit die Läden
auf Google Maps gefunden werden können. Im zweiten Schritt muss der Händler überlegen, ob und wie er seine Ware im Internet präsentieren will. […]
Der Preiswettbewerb aus dem Internet ist nichts Neues, insofern sollten stationäre Händler damit umgehen können. Ich sehe in der Entwicklung aber auch Chancen. Warum sind Offlineshops
von Amazon erfolgreich? Weil dort die beliebtesten Artikel präsentiert werden. Woher haben die Läden diese Information? Aus dem Onlinehandel. Heißt: Indem ich online herausfinde, welche Produkte
angeschaut, aber nicht gekauft werden, welche gekauft werden und wie oft, kann ich im stationären Handel besser verkaufen.“

„Kirchgeorg: Wir brauchen – bei allem Kostendruck – Kreativität und eine Offenheit der Händler, sich neu zu erfinden. Stationär ist nicht tot. Aber stationär wird anders.“

Interview zusammen mit Manfred Kirchgeorg (SVI-Stiftungslehrstuhl für Marketing, insbesondere E-Commerce und Crossmediales Management)

Quelle: Handelsjournal, 2/2017, S. 20-22

Handelsblatt: „Kleine Mittelständler setzen auf die Crowd“

„Kleine Mittelständler setzen auf die Crowd“

„Der Hype um Fintechs ist ungebrochen, so auch bei der Kreditvergabe. Einige Firmen setzen nun auf Crowdlending statt Bankenkredite. Was es damit auf sich hat und wem es heute schon nutzt.“

Besprechung der Ergebnisse der Praxisstudie „Mittelstandskredite in Zeiten des digitalen Wandels – Crowdlending in Deutschland“

Quelle: Handelsblatt online, 23.02.2016